Weinreise Griechenland — Weinroute nach Naoussa


Eine Wein­reise nach Naous­sa in Griechen­land. In die Region, wo bere­its in der sech­sten Gen­er­a­tion das Fam­i­lien­wis­sen zur Her­stel­lung für erstk­las­sige griechis­che Weine genutzt wird.

Die Wein­route von Naous­sa Für die Lieb­haber von Xino­mavro und nicht nur für sie!

Wein_route-naoussaNaous­sa ist eine malerische Stadt im grü­nen Bin­nen­land von Make­donien. Der Name ist eng ver­bun­den mit dem Opfer, das die Frauen am Wasser­fall von Ara­pit­sa gebracht haben. Sie zogen den Sprung in den Tod der Unter­w­er­fung unter die Osma­n­en vor. In neuer­er Zeit ist Naous­sa Hochburg des Karneval — und natür­lich des Wein­baus. Aus der Region stammt der dunkel­rote, robuste Wein aus der Reb­sorte Xino­mavro, der bekan­ntesten Reb­sorte der nord­griechis­chen Wein­berge.

Die byzantinische Stadt Veria

Sie kön­nten Ihre Tour in Veria begin­nen. Die Stadt ver­fügt über byzan­tis­che und post­byzan­ti­nis­che Kirchen, ihre malerischen Vier­tel von Kyri­o­tis­sa und Bar­bou­ta haben viele Ele­mente der tra­di­tionellen make­donis­chen Architek­tur bewahrt. Ein wirk­lich­es „Muss“ ist aber der Besuch von Vergina. Dort hat Pro­fes­sor Mano­lis Andronikos eine der wichtig­sten archäol­o­gis­chen Stätte Griechen­lands ent­deckt, näm­lich die Ruinen der antiken Aiges, der ersten Haupt­stadt der Make­do­nen, sowie das prachtvolle Grab von König Philipp II.

Weinberge in Vermion

Wenn Sie danach den Schildern nach Naous­sa fol­gen, gelan­gen Sie in das promi­nen­teste Wein­bauge­bi­et Nord­griechen­lands. Ring­sherum schmiegen sich die Wein­berge wie  lange Schnüre in die Hügel. Der Wein Naous­sa O.P.A.P. (V.Q.P.R.D.) wird auss­chließlich aus der Reb­sorte Xino­mavro gekel­tert, ein­er roten Traube mit inten­siv­er rot-schwarz­er Farbe und säuer­lichem Geschmack, selb­st wenn sie reif ist. So gese­hen, recht­fer­tigt sie ihren Namen (Xyno=sauer, mavro=schwarz) und damit den charak­ter­is­tis­chen Geschmack des Weines.

Pri­ma angepasst an das kon­ti­nen­tale Kli­ma wird Xino­mavro in mehr Regio­nen ange­baut als jede andere Reb­sorte Griechen­lands. Sie bre­it­et sich von den Hän­gen der Berge in Zen­tral­make­donien bis zur Bergkette von Pin­dos aus. (Im Nor­den reicht sie bis zur Gren­ze des ehe­ma­li­gen Jugoslaw­ien und im Süden bis nach Thes­salien hinein. Außer in Naous­sa find­et man sie in zusät­zlich in Amyn­deo, in Goumenis­sa, in Pel­la, in Siatista, in Greve­na, in Vel­ven­dos, in Ver­tiskos und in Rap­sani).

Xino­mavro in Naous­sa hat ein enormes Poten­zial, was die primären Aromen und die Alterung ange­ht, aber auch die Bal­ance zwis­chen Zuck­er, Säure und Tan­ni­nen stimmt. Es ist das Ökosys­tem, das die Rebe hier ganz beson­ders begün­stigt. Die Wein­berge haben eine vorteil­hafte südöstliche Aus­rich­tung an den Hän­gen des Vermion auf ein­er Höhe von 150 bis 350 m. Geschützt vor den kalten Nord­winden prof­i­tieren sie von der Mit­tagssonne, so dass die Trauben leicht ihre phys­i­ol­o­gis­che Reife erre­ichen.

In der Präfek­tur wer­den außer­dem Rodi­tis, Prek­niariko, Xino­mavro und andere rote Reb­sorten ange­baut, haupt­säch­lich Mer­lot und Syrah. Aus diesen Reb­sorten wer­den die Weine mit der Beze­ich­nung Top­ikos Oinos Imath­ias (Landweine von Imath­ia) pro­duziert. Die Winz­er der Region haben ein­drucks- und geschmack­volle Emp­fangs- und Verkos­tungsräume gestal­tet, wo Sie ihre Weine verkosten und Ihre favorisierten Flaschen vor Ort kaufen kön­nen. Die Wein­route führt zu eini­gen der illus­tren Weingütern Griechen­lands: Kellerei Boutari in Sten­i­ma­chos, Dala­ma­ras in Naous­sa, Kti­ma Chriso­choou und Kti­ma Foun­di in Nea Strantza, Weingut Kir Yian­ni in Yian­nako­chori, Arga­tia in Rodochori und Vaeni in Episkopi.

Naoussa, die Weinstadt

Über die grü­nen Hänge des Vermion gelan­gen Sie nach Naous­sa. Sie kön­nten dann durch die Vier­tel mit den denkmalgeschützten Wohn- und Indus­triege­bäu­den spazieren, die die architek­tonis­che Vielfalt der Stadt bezeu­gen. Im tief­grü­nen Hain von Agios Niko­laos, nur 3 km außer­halb der Stadt, find­en Sie die Quellen des Flusses Ara­pit­sa, der durch Naous­sa fließt. Sie find­en des weit­eren Spazier­wege, Sport­stät­ten, einen Spielplatz für Kinder und einen Anglersee im Schat­ten des mächti­gen Vermion. Die Aktiv­itäten, die Ihnen zur Ver­fü­gung ste­hen, sind man­nig­faltig, von ein­fach­er Wan­derung bis zum Reit­en.

Ein Bergparadies

Wälder aus Buchen, Eichen, Kas­tanien, Wacholder­bäu­men, Lor­beer­bäu­men, Pinien und Tan­nen wech­seln sich ab auf dem Weg nach Meta­mor­fosi. Wan­der­fre­unde soll­ten sich Pfade suchen, die den bedächti­gen Berg Vermion über­queren, während sich Win­ter­sport­fans Rich­tung Seli (das älteste Skizen­trum Griechen­lands) und ins 3–5 Piga­dia begeben soll­ten. Mit vie­len Pis­ten sind sie beson­ders beliebt unter den griechis­chen Ski­fahrern, die zudem deren  Schnee­qual­ität rüh­men.

Gastronomische Gespräche

Wenn die saubere Luft und die sportliche Betä­ti­gung Ihren Appetit angeregt haben, lassen Sie sich in einem der Restau­rants oder Tav­er­nen nieder, die beste  lokale Küche servieren. Rotes Fleisch in pikan­ten Soßen, Wild aus den Wäldern des Vermion, die tra­di­tionellen Teigtaschen und diverse Käs­esorten (vor allem der salzige Bat­zos) sind eine Rei­he von lokalen Spezial­itäten, die sehr gut zum leb­haften Charak­ter der Weine von Naous­sa passen. Fra­gen Sie auch ein­mal nach  Petimezi (Mus aus Wein­beeren) und lassen Sie sich über­raschen.  Die ganze Region ist auch bekan­nt für ihre Pro­duk­tion von Obst mit Herkun­fts­beze­ich­nung: die Äpfel und Pfir­siche von Naous­sa, sowie die Kirschen von Rodochori. Die her­aus­ra­gende Gast­fre­und­schaft in den Her­ber­gen und Hotels wird Sie zusät­zlich ein­nehmen.

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Nicht ver­säu­men

  • Besuch des Muse­ums von Vergina, wo die wun­der­baren Schätze der make­donis­chen Gold- und Met­allschmiedekun­st aus­gestellt wer­den, die im Grab von Philipp II. ent­deckt wur­den.
  • Wall­fahrt zu den Klostern Dovra und Pana­gia Soumela auf den Hän­gen des Vermion, Agios Geor­gios Peri­s­tero­tas in Rodochori und Pro­dro­mos in Yian­nako­chori.
  • Sie kön­nen in Lefka­dia die berühmten make­donis­chen Gräber von Anfang des 3. Jahrhun­derts vor Christi auf- und in Archea Mieza das neue Muse­um der Aris­tote­les-Schule besuchen. Auch Alexan­der der Große hat in dieser Schule gebüf­felt.
  • Fol­gen Sie dem Wan­der­weg E4, der die ganze Gebirgsre­gion des Vermion durch­quert. In Gram­meni gibt es einen Camp­ing­platz. „Dror­dopoli“, eine Lich­tung, ist ein ide­al­er Platz für Moun­tain­bik­er, in „Balkoni“ und „Moun­ta­ki“ wer­den Sie Berghüt­ten find­en.
  • Besuchen Sie das Wein­bau­mu­se­um. Es ist in einem neok­las­sizis­tis­chen Gebäude im ersten Weingut der Stadt unterge­bracht. Dort bekommt der Besuch­er Infor­ma­tio­nen über die Geschichte und die Wein­bere­itung in der Region.
  • Das Café „Balkoni von Make­donien“ befind­et sich auf dem Gipfel des Berges in ein­er  Höhe von 2.500 m und ist ein Erleb­nis. Nicht umson­st trägt es diesen Namen.

Unbe­d­ingt kaufen

  • Revani“ (ein Kuchen aus Grießmehl und Honig) ist die Spezial­ität  von Veria.
  • Äpfel und Pfir­siche aus Naous­sa, Kirschen aus Rodochori

Feste und Feiertage

  • Pfer­deren­nen. Am Dreikönigs­fest (06. Jan­u­ar) ziehen die Mit­glieder des Reit­clubs per Pferd durch die engen Gassen von Naous­sa.
  • Tra­di­tionelles Karnevalfest von „Tsi­knopemp­ti“ (der Don­ner­stag zwei Wochen vor der Fas­ten­zeit) bis zum Rosen­mon­tag mit diversen Ver­anstal­tun­gen und der Dar­bi­etung des alten Brauchs „Gen­it­saroi kai Boules“.
  • Rakokazana: Das Bren­nen für die Pro­duk­tion von Tsipouro wird mit lokalen Gericht­en und Tsipouro selb­st gefeiert.

Nüt­zliche Infor­ma­tio­nen
Antike Stätte von Vergina, tel. (+30) 23310 92347
Muse­um der Aris­tote­les-Schule, Isvo­ria Naous­sa, tel. (+30) 23320 43437
Wein­bau­mu­se­um von Naous­sa, tel. (+30) 23320 29800
Skizen­trum von Seli, tel. (+30) 23310 49226
Skizen­trum von 3–5 Piga­dia, Naous­sa, tel. (+30) 23320 44944

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